Grußwort

aus dem Jahresbrief 2023/2024

Liebe Freunde und Förderer,

Es ist die Zeit der Lichter, der Besinnung. Weihnachten – die gute Botschaft von der Liebe und dem Frieden Gottes, der allem Volk widerfahren soll.
Und dann ist in diesen Tagen und Wochen unsere Welt alles andere als besinnlich und friedlich. Gerade lagen die Coronajahre hinter uns, da begann der Krieg in der Ukraine mit allen Verunsicherungen und wirtschaftlichen Auswirkungen nicht nur bei unseren Preisen und Heizkosten. Und nun die in ihren Folgen nicht abzusehenden Spannungen in Israel und dem Gazastreifen und der Sorge, dass sich dieser Krieg ausbreitet und unsere Welt weiter durcheinanderbringt und für unzählige Menschen Leid bedeutet. Die nicht abreißenden Migrationsströme mit den geflüchteten Menschen, die bei uns ein neues Zuhause suchen, verändern unsere Gesellschaft nachhaltig. Die Sorgen um die Veränderung unseres Klimas mit all den Folgen an Bränden, Überschwemmungen, Hochwasserfluten, schmelzendem Polareis und Gletschern und dem Bewusstsein, dass wir mit der Ressource „Schöpfung“ anders umgehen müssen, kommt auch noch dazu.

Wir spüren wahrscheinlich alle, wie diese Entwicklungen und Herausforderungen unser Leben verändern. Wohin sind dann unsere Gedanken gerichtet? Bestimmen uns die Sorgen, die sich unweigerlich melden? Fühlen wir uns wie gelähmt und oft kraftlos? Oder bewegt uns die Motivation, etwas gegen all dieses Leid tun zu wollen und uns nicht einfach mit einer immer dunkler werdenden Welt abzufinden?

Es ist Advent. Es wird Weihnachten. Wir sind eingeladen uns dieses Jahr vielleicht noch bewusster als sonst an den Lichtern, die unsere Dunkelheit heller machen, zu freuen.
Wir werden erinnert, dass Gott seine Welt nicht aufgibt, sondern selbst in Jesus in unsere Welt hineingekommen ist – und damals schon in Armut und Flucht, Morden und Gewalt.
Wir sind eingeladen die weihnachtliche Botschaft von Freude und Frieden in uns aufzunehmen und den Schreckensmeldungen der Nachrichten entgegen zuhalten.

Und selbst neu erfüllt von Gottes weihnachtlichem Frieden gewinnen wir die Kraft, dem Leid und der Ungerechtigkeit dieser Zeit entgegenzutreten.
Vor einigen Tagen fiel mir ein Zeitungsbericht in die Hand, den ich mir nach dem Lesen aufgehoben hatte. „Hilfsbereite leben länger“ war die Überschrift. Psychologen hatten in einer Studie herausgefunden, dass Menschen, die andere praktisch oder emotional unterstützen, eine höhere Lebenserwartung haben. Die Studie zieht die Folgerung: Großzügigkeit und Interesse am Mitmenschen sind die beste Medizin gegen das Altern. Die Zeitschrift „Psychologie heute“ kommentiert in dieser Sache: „Wer länger leben will, sollte lieber geben als nehmen.“ Eine alte biblische Weisheit, die die Psychologen heute bestätigen.
Die vielen Berichte von unseren bulgarischen Freunden, die wir in diesem Brief gerne weitergeben, sind für mich eine Bestätigung: Es tut gut nicht in den eigenen Sorgen gefangen zu bleiben, sondern darauf zu schauen, wo wir anderen helfen können und etwas gegen Leid und Not tun können. Ich spüre wir sind da mit unserer Nadeshda Hilfe gut unterwegs.
Es begeistert mich zu sehen, dass wir zusätzlich zu unseren „normalen“ laufenden Projekten für über 20000 Euro Corona Hilfen und seit letztem Frühjahr schon ca. 19000 Euro Soforthilfe in die Ukraine geben konnten. Das war nur durch Sie und Euch möglich und zeigt, dass wir allen Entwicklungen nicht ohnmächtig gegenüberstehen.
Ich danke Ihnen und Euch allen, dass wir gemeinsam für ungezählte Menschen in ihre Dunkelheit ein Licht der Hoffnung haben bringen können.

Wechsel in der Leitung der Nadeshda Hilfe

Nach meiner Übernahme der Pfarrstelle der Ev. Petrikirchengemeinde 1999 habe ich seit dem Jahr 2000 die Nadeshda Bulgarienhilfe als ökumenisch-diakonische Arbeit der Gemeinde geleitet <… weiterlesen ..>

Eine große Überraschung zu meiner Verabschiedung mit festlichem Gottesdienst und anschließender Nachfeier im Gemeindehaus war der Besuch von Nina aus Mezdra sowie Pastor George und seiner Frau Laura aus Kazanlak. Alle drei waren extra für meine Verabschiedung angereist. Ihre Gruß- und Segensworte im Gottesdienst und der Ausdruck Ihres Dankes für die vielen Jahre der Unterstützung unserer gemeinsamen Projekte in Bulgarien haben mich sehr bewegt.

So bleibt mir an dieser Stelle mit der Bitte und dem Wunsch unserer Arbeit auch in Zukunft verbunden zu bleiben, Ihnen und Euch allen für die Unterstützung unserer Arbeit in den letzten Jahren und das entgegengebrachte Vertrauen zu danken..
Ihnen und Euch von Herzen alles Gute, Bewahrung und Frieden in unseren Herzen und in unserer Welt und in allem Gottes Segen. Ihr/Euer