Seit Anfang November hat die Suppenküche in Kazanlak wieder geöffnet. Bis zum Frühjahr 2018 werden
50 Mahlzeiten pro Tag an
5 Tagen in der Woche ausgegeben werden. Die Kosten von
1,59 EUR je Mahlzeit werden durch Ihre Spenden an die Nadeshda Bulgarienhilfe getragen.
Um die Essensausgabe auch in diesem Jahr zu ermöglichen stellen wir uns auf den Weihnachtsmarkt ….
Folgender Bericht über die Arbeit im Haus der Zuflucht (Brusen) erreicht uns. Wir erfahren von Erfolgen – und Rückschlägen:
Momentan wohnt Wadi* in Brusen. Er musste seine vermietete Wohnung verlassen, weil die Miete erhoeht wurde und es war unmoeglich fuer ihn die Kosten zu tragen. Er wird so lange bei uns bleiben, bis der Buergermeister, mit dem wir schon gesprochen haben, ihm eine Sozialwohnung gibt.
Lina*, 36 Jahre alt. A21 hat sie zu uns für drei Monate geschickt, damit sie sich integrieren kann, Arbeit findet und den Kontakt zu ihrem Sohn wiederherstellt. Ihr Sohn wohnt in einer Pflegefamilie. Wir haben fuer sie eine Halbtagsstelle gefunden in einem Restaurant, wo sie als Aushilfe gearbeitet hat. Mit der Unterstuetzung des Buergermeisters in Brusen haben wir Verwandte und ihren Bruder gefunden. Dann haben wir Kontakt mit der Buergermeisterin des Dorfes Jelezna aufgenommen und es kam raus, dass sie sogar ein Haus vererbt hat, von dem sie nichts wusste. Die Kooperation mit der Buergermeisterin war fruchtbar und so konnten wir in Jelezna eine neue Stelle fuer Lina* als Aushilfe im Sozialamt finden. Seit Anfang September wohnt Lina* in Jelezna und wir haben regelmaessig Kontakt mit ihr und mit der Buergermeisterin. Sie hat sich erfolgreich integriert und die Geschichte hat eine positive Wendung genommen. Wir bleiben gespannt, wann sie ihren Sohn zu sich nehmen kann und beten fuer sie.
Vera* hat am Anfang gute Fortschritte gemacht: Sie hat sich gut integriert, hat angefangen zu arbeiten und dann hat sie beschlossen, zu ihrem Freund zu ziehen. Einen Monat spaeter wurde sie von Leuten aus der Gemeinde auf der Strasse gesehen, als Prostituierte.
Wir haben die Nationalbehoerden gegen Menschenhandel informiert und von dem Fall berichtet. Sie haben einen neuen, sicheren Ort fuer Vera* gefunden, wo sie momentan lebt und in Sicherheit ist. Auch zu ihr und den Leitern da haben wir Kontakt.
Wir bitten um Unterstuetzung im Gebet fuer alle Bewohner im Haus in Brusen: Dass sich ihr Leben weiter gut und sicher entwickelt und dass sie auf einem guten Weg bleiben.
Noch fehlt uns Geld für den Winter, die Holzpellets für die Heizung gehen aus.
*alle Namen geändert
Sie möchten helfen, die Arbeit im Haus der Zuflucht unterstützen, für Wärme in den Wintermonaten sorgen?
Neben Spenden und dem Erlös des karitativen Weihnachtsmarktes ist unser Bratwurststand auf dem Gelände der KATAG AG die wichtigste Quelle zur Finanzierung der Suppenküche in Kazanlak. In den Wintermonaten können wir durch die Partnergemeinde in Kazanlak montags bis freitags 50 warme Mahlzeiten an besonders bedürftige Menschen austeilen.
Unser Team beim „Schichtwechsel“: W. Lück, G. Meifert, M. Dümmer, K. Enderweit, P. Mielke (v.l.).
Besonders für viele ältere Menschen, deren Rente oft weniger als 100 Euro im Monat beträgt, für Menschen ohne Arbeit und auch Familien in besonderen Notlagen, die sich dann unter mehreren Angehörigen eine Essensportion zu Hause teilen, ist die Suppenküche oft die einzige Möglichkeit, am Tag etwas zu essen zu bekommen. Seit 18 Jahren ist die Arbeit der Suppenküche so für ungezählte Menschen eine wichtige Überlebenshilfe.
Der Erlös, der sich durch den Verkauf einer Bratwurst ergibt, deckt ziemlich genau die Kosten für eine warme Mahlzeit in der Suppenküche.
So sind wir gerne an 8 Tagen im Jahr mit unserem Bratwurststand bei den KATAG – Verkaufstagen präsent.
Wir sind froh, dass sich immer wieder Helferinnen und Helfer finden, die am Stand beim Aufbauen und Grillen, beim Zubereiten der Pommes Frittes und im Verkauf mitarbeiten.
Vielleicht haben Sie es auf dem Herzen, die Arbeit der Suppenküche zu unterstützen – sei es durch Ihre Mithilfe am Stand oder durch Ihre Spende: Sprechen Sie uns an!
Auch im Namen von Pastor Gardev, der mit seiner Gemeinde in Kazanlak die Arbeit der Suppenküche organisiert, sagen wir einen herzlichen Dank für jede Unterstützung.
Ein Blick in die Küche. Links.: Pastor GardevTäglich warten die Besucher der Suppenküche in einer langen Schlange auf die Essensausgabe.
Seit 2016 haben wir mit einer zweiten Suppenküchenarbeit in Sofia begonnen. Hier helfen wir dabei, dass ca. 50 Flüchtlinge hauptsächlich aus Syrien, dem Iran und Afghanistan einmal in der Woche eine Anlaufstation für eine warme Mahlzeit haben. Die Situation für die Flüchtlinge auf der Balkanroute ist in Bulgarien noch weitaus dramatischer als bei uns. Gerne würden wir deshalb – wenn unsere Finanzen es erlauben – diese Hilfe auf mehrere Ausgabetage in der Woche ausweiten.
Im Frühjahr beginnt für uns die Arbeit für den nächsten Winter in Bulgarien!