Nachricht aus Mezdra / Brusen

Aus Mezdra / Brusen erreicht uns eine Antwort zur aktuellen Situation:

Es ist eine außergewöhnliche Situation, die auch die Wirtschaft stark betrifft. Ein paar Eltern der Patenkinder können wegen Corona nicht anfangen zu arbeiten in den neuen Programmen, die für die Arbeitslosen vorgesehen waren. Das erschwert die finanzielle Situation der Familien. Davon betroffen sind … <Namen bekannt, aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht>. Ich glaube, dass sie sich über jede Unterstützung freuen würden! Welche Auswirkungen und eventuell Konsequenzen es bei den anderen geben könnte, bleibt momentan noch offen. Viele fürchten, dass sie ihre Arbeitsplätze verlieren können.
L. arbeitet zurzeit zweimal in Vratza zusätzlich, da es sehr viel Arbeit wegen Corona gibt und jeder muss zusätzliche Schichten übernehmen. Meine Schwiegereltern und meine Mutter sind nur zu Hause und wir versorgen sie mit Lebensmittel und Medikamente. Privat und in der Arbeit ist viel zu tun und die Listen mit Aufgaben werden immer länger. Bei euch ist es bestimmt nicht anders.
Die Preise für die Lebensmittel sind höher geworden (auch wegen Corona) und wir mehr als sonst desinfizieren müssen und auch Masken besorgen müssen. Falls ihr in der aktuellen Lage uns dafür unterstützen könnt, wären wir sehr dankbar!
Heute hab euch den Finanzbericht für 2019 per Post zugeschickt, auch Karten, gemacht von den Kindern, die im Haus der Zuflucht gewohnt haben und dankbar für eure Unterstützung sind.

Bleibt gesund!!!!!
Gottes Schutz und Segen auf euch!!!!

Liebe Grüße
Nina

30 Euro im Monat …

.. bedeuten für alleinerziehende Mütter oder Familien in Bulgarien, die oft ausschließlich von Kindergeld leben, so viel. Nicht nur, dass ein Kind Kleidung und Schulmaterialien kaufen kann und so ohne die drückenden Geldsorgen lernen darf, sondern auch die Gewissheit, da gibt es jemanden in Deutschland, der an mich glaubt und mich unterstützt, mir schreibt, für mich betet.

Seit vielen Jahren unterstützen Familien und Singles unsere Patenkinder in Bulgarien. Seitenweise könnten wir berichten über kleine und große Wunder. Brieffreundschaften, die über Landesgrenzen hinweg unter Kindern entstehen, bis hin zum weiter unterstützten und abgeschlossenen Jurastudium.

Die Bulgaren lieben ihr schönes Land sehr und möchten gerne dort bleiben. Uns kostet es einen Euro pro Tag, Familien und ihren Kindern Hoffnung auf eine gute Zukunft im eigenen Land zu schenken!

Sprechen oder schreiben Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen zu diesem Projekt haben oder helfen möchten.

Annette Seelbach

Wenn aus Patenschaft Freundschaft wird

Im Rahmen von Familienpatenschaften unterstützt die Nadeshda Bulgarienhilfe Familien in besonderen Notlagen. Eine Patenschaft hilft mit 30,00 EUR monatlich, dass Kinder die Schule besuchen können, etwas zum Essen oder Anziehen gekauft werden kann oder notwendige Medikamente beschafft werden können.

Was für eine Freude es bedeuten kann, eine Patenschaft zu übernehmen, erlebt Mara Mielke. Mara ist 12 Jahre alt und hat mit ihrer Familie vor drei Jahren Svetelina als „Patenkind“ übernommen. Svetelina ist etwa im gleichen Alter. Trotz Sprachbarrieren haben sich beide Mädchen per Brief und über das Internet näher kennengelernt.

Im Frühjahr 2016 lernten sich die beiden persönlich kennen, als Mara mit anderen aus der Gemeinde nach Bulgarien flog. Mara und Svetelina verstanden sich sofort, in englischer Sprache oder auch mit Händen und Füßen.

So war Mara bei der nächsten Reise nach Bulgarien im Frühhjahr 2017 gerne wieder dabei. In Zukunft wollen die beiden sich einmal in Deutschland treffen und die Freundschaft aufrecht erhalten.