Brusen: Haus der Zuflucht

In der Gegend von Mezdra unterstützt die Nadeshda-Bulgarienhilfe das Haus der Zuflucht. Folgende aktuelle Nachricht erreicht uns von den Mitarbeitenden vor Ort:

Seit drei Wochen haben wir eine neue Bewohnerin im Haus der Zuflucht. Tea*, 41 Jahre alt kam zu uns wegen häuslicher Gewalt. In ihrer früheren Wohnung gab es keinen Strom und Wasser. Sie kam zu uns mit einem gebrochenem Arm und in schlechtem psychischen Zustand, hat viele Ängste und kann in der Nacht schlecht schlafen. Sie hörte „Stimmen“ und war sehr unruhig.

Wir arbeiten sehr intensiv mit ihr, sie besucht den Gottesdienst und erholt sich von dem Horror, den sie in ihrer Beziehung erlebt hat. Mittlerweile kann sie besser in der Nacht schlafen und ist insgesamt ruhiger und nicht mehr so ängstlich. Es ist eine ganz neue Erfahrung für sie. Sie ist sehr dankbar für die Hilfe und dass sie im Haus der Zuflucht ein neues „Zuhause“ hat.

Immer wieder kommen auch ehemalige BewohnerInnen des Haus des Zufluchts zu uns sowie Kinder aus dem Dorf, um Zeit mit uns zu verbringen und was Warmes zu essen. Oft backen oder kochen wir zusammen.

Zweimal im Monat trifft sich das ganze Team zusammen, momentan online, da unsere Psychologin an Corona erkrankt ist. Da sie geimpft ist, ist der Verlauf mild. Unsere Buchhalterin wird operiert. Dadurch arbeiten momentan Diana, Svetla (unsere Pädagogin) und ich. Lucho übernimmt alle Fahrten und kümmert sich um die Heizung.

Nina

* Die realen Namen sind der Redaktion bekannt, hier nennen wir aus Datenschutzgründen frei erfundene.

Das Haus der Zuflucht in der Pandemie

Seit zehn Tagen wohnen L. , N., Z. und ihre Mutter T. in Brusen. Das Sozialamt hat sie zu uns geschickt, weil es Probleme in der Familie gibt, der Vater wird von Psychologen betreut. Mindestens sechs Monate werden die Kinder mit ihrer Mutter bei uns wohnen. Die Kinder haben online Unterricht und benutzen dafür das Internet vom Haus der Zuflucht.

Nina

Bericht von den Patenkindern

V. : Seine Eltern arbeiten beide nur halbtags wegen der Corona Krise, kriegen beide nur die Hälfte ihrer Löhne und deswegen ist die Not in der Familie groß. Wir haben sie zusätzlich finanziell unterstüztt, von dem Geld, das wir von Euch bekommen haben. Vielen herzlichen Dank von seinen Eltern! V.s Mutter kommt regelmässig nach Brusen und unsere Psychologin arbeitet mit ihr, weil sie momentan wegen der Corona Lage an Depressionen leidet.

A.: Wir sind mit A. und seinen Eltern in ein Sportgeschäft gegangen und haben ihm Sportkleidung, Jeans, Sneakers, Ball und Rucksack von dem Geld gekauft. Das war das schönste, das er seit langem erlebt hat und er möchte, dass die Paten es auch wissen. Seine Schwester hat auch von dem Geld (das wir für Famllien in Not bekommen haben von Euch) Rucksack, Sandalen und Sneakers bekommen, die sie dringend brauchte. Die Eltern sind sehr dankbar, denn sie haben momentan keinen Job.

Vi. und M.: Wir waren einkaufen mit ihnen und haben Kleidung und Schuhe für den Sommer gekauft. Sie sind sehr dankbar!

I.: Er hat auch Kleidung und Schuhe für den Sommer gebraucht und hat sich diese ausgesucht. Vielen herzlichen Dank von ihm!!!!!

A. und ihre KInder L. und A.: Sie sind sehr oft bei uns in Brusen und verbringen ein paar Tage da, um sich zu waschen, was warmes zu essen und Kraft zu tanken.

Ein ganz großen herzlichen Dank von unserem Team für die Unterstützung! Wir haben angefangen, Frauen für kurze Zeit, eine Woche bis zwei Wochen, zu uns ins Haus der Zuflucht zu kommen. Das sind Frauen, die es besonders schwer haben in der Corona Zeit, ohne Job und Geld geblieben sind oder zusätzlich Depressionen wegen der Zeit entwickeln. Sie kriegen frisch gekochtes Essen jeden Tag und psychologische Unterstützung. Das freut uns sehr, denn so ist das Haus bewohnbar und es gibt Menschen, denne wir praktisch dienen und helfen können in der Corona Zeit. Vielen dank an dieser Stelle an alle, die spenden, denn nur so ist diese Hilfe möglich und machbar!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Soweit die Rückmeldung aus Brusen. Die Pateneltern wurden ausführlicher informiert.